Empfehlungen

 

Die spirituellen Regeln und Gebote sind uns hinreichend bekannt, doch es gibt ein paar einfache Tipps, die den Regeln entsprechen und zugleich sehr eingängig, hilfreich und leicht anwendbar sind. Sie helfen dabei, den spirituellen Willen zu stärken, den Geist im Alltag reinzuhalten und die Ausrichtung auf das Wesentliche beizubehalten. Es ist hilfreich, sich immer wieder daran zu orientieren, um festzustellen, ob und inwieweit man abgewichen ist vom spirituellen Weg.

 

Halte den Geist rein und empfänglich für höhere Impressionen!

Das bedeutet, sich mit dem Schlechten und Mangelhaften der Welt nicht mehr zu befassen als nötig, denn die Beschäftigung damit zieht die Energien, die damit verbunden sind, in den Geist hinein. Das führt zu Mutlosigkeit und Verlangsamung, und vor allem zur Notwendigkeit, den Geist wieder mühevoll reinigen zu müssen. Außerdem ist der Geist so lange "besetzt", bis er wieder gereinigt ist, sodass höhere geistige Impressionen nicht mehr so ohne Weiteres eintreten können (oder wollen).
Niemals war es wichtiger als jetzt, den Geist reinzuhalten, damit wir für Inspirationen und spirituelle Anleitungen frei bleiben, um unsere Aufgaben erfüllen können.
Wir leben in der Zeitenwende und wechseln vom finsteren in ein helleres Zeitalter, das ist uns bekannt. Doch momentan erleben wir vor allem die Umwälzung, mit all ihren Schwierigkeiten.
Nun werden die Probleme bei den Verursachern ankommen, damit sie angepackt und gelöst werden. Jedenfalls die Probleme, die von uns Menschen verursacht wurden.
Wir leben also in einer spannenden und geschichtsträchtigen Zeit! Viele nichtinkarnierte Seelen beneiden uns darum, dass wir dabei sein und mithelfen dürfen, so wurde es mir vor langer Zeit einmal gesagt.
Ich denke, dass das Grund genug ist, anders über alles zu denken und sich nicht auf Kummer und Traurigkeit einzulassen, wenn wir einige schreckliche Dinge sehen, verarbeiten und verstehen müssen. Vergessen wir niemals, dass es den Tod nicht gibt und die Menschen, die durch die Ereignisse ihr Leben verlieren, immer noch innerhalb einer festen Ordnung stehen und niemals etwas geschieht, was nicht in den schöpfungsgemäßen Ablauf gehört.
Wir werden stark sein müssen, weil wir freundliche Positivität leben sollen, um Leuchttürme für diejenigen zu sein, die nicht unsere Gewissheit haben, dass alles so gehört.
Wir werden viel Kraft brauchen, um nicht in der Dunkelheit zu versinken, sondern immer wieder aufzustehen und uns daran zu erinnern, wer wir sind und warum wir hier sind. Noch nie war es so wichtig wie jetzt, die Kraft anzunehmen und mitzuhelfen. Ohne Wenn und Aber.
Wir befinden uns im Zeitalter-Wechsel und haben alle Hände voll zu tun, dem, was von uns dazu erwartet wird, zu entsprechen. Lasst niemals den Kopf hängen und denkt daran, wie mutig und wichtig wir alle sind.

 

Wir sind nicht hier, um die Schöpfung und die Mitwelt zu kritisieren!

Kritik, negative Abwertung, Anwürfe jeglicher Art, Achtlosigkeit, Resignation und das Gefühl der Sinnlosigkeit dämpfen unsere Strahlkraft! Dabei ist es unerheblich, ob wir uns selbst meinen oder andere Menschen.
Natürlich ist es nicht immer leicht, positive Energien, Akzeptanz und Zuversicht zu manifestieren! Aber wenn man sich das zur Aufgabe macht, trotz aller Widrigkeiten, gelingt es zunehmend leichter. Man wird spürbar stärker und das Leben bekommt eine positive Wendung. Besonders beeindruckend finde ich, dass dieser "Kampf", ich nenne das jetzt ganz bewusst so, uns nicht nur kraftvoller werden lässt, sondern das Bewusstsein klarer und präziser wird als Nebeneffekt. Sich jeglicher negativer Kundgabe zu enthalten, sowohl nach außen als auch nach innen, wirkt Wunder. Vor allem dann, wenn man Hand in Hand mit Gott geht. Jeden Tag ein paar kleine Schritte reichen schon aus!

 

Wende dich ab vom Fruchtlosen und suche in deinem Leben das Fruchtbringende.

Zum Fruchtlosen rechne ich Kritik an der Arbeit und dem Leben anderer Menschen, das Festhalten an Vorgehensweisen, die schwächen, unnötig Kraft kosten oder Verwirrung stiften, und das übermäßige Zulassen negativer Gedanken oder Emotionen. In der Regel sind diese Einflüsse und ihre Hintergründe einem spirituellen Menschen durch praktizierte Selbsterkenntnis bereits bekannt, weshalb man sie einfach abweisen oder umgehen darf. Zum Fruchtbringenden rechne ich Arbeit, die Freude bereitet und den Geist erhebt, an die man glaubt und deren tieferen Sinn man erkennt, und die der eigenen Berufung entspricht. Fruchtbringendes ist in diesem Kontext hauptsächlich geistig gemeint und nicht unbedingt als äußere Frucht wie Erfolg oder Anerkennung durch andere Menschen.

 

Benutze auftretende Irritationen dazu, stärker zu werden und den Willen zu festigen.

Auf dem spirituellen Weg erlebt man Anfechtungen, die vorwiegend aus dem eigenen Inneren aufsteigen. Man stellt sich infrage, wertet das eigene Können und Tun ab oder wird mit Ängsten konfrontiert, die mit der Realität oft nichts zu tun haben. Doch diese Situationen sind wichtig, denn was einen am Anfang noch umwirft und tagelang lähmt, braucht nach einer gewissen Zeit der Übung nur noch wenige Minuten, um überwunden zu werden. Auf diese Weise wird ein positiv ausgerichteter Wille erarbeitet, der ohne diese ständige Infragestellung nicht wachsen und widerstandsfähig werden könnte, weshalb man diese Situation als dienlich erkennen sollte. Dann leidet man nicht unnötig daran, sondern erkennt auf Anhieb, wo eine Stärkung nötig ist, die man für spirituelle Weiterentwicklung benötigt.
So verhält es sich auch mit von außen kommenden Irritationen!
Der spirituelle Weg verläuft nie gradlinig, sondern meistens nach dem Motto: Zwei Schritt vor, einen zurück. Wie ein Tanz, und das ist auch so, Ego tanzt mit dem höheren Selbst. Der Schritt zurück wird oft als unangenehm empfunden, und doch verhilft er zur Vertiefung und Stärkung, und vor allem zu einer tiefen Verbundenheit mit den höheren geistigen Seinsebenen.

 

Wenn das Vertrauen schwindet, weitermachen!

Wenn Gegenkraft von außen oder innen gegen einen antritt, vorwiegend bei wichtigen Arbeiten, sollte man erst recht das verwirklichen, was man gerade tun wollte. Denn immerhin glaubt man an das, was man tut, hat es sich hart erarbeitet, kann es zu 100 Prozent verantworten und steht vollständig dahinter, und nur das allein zählt! Auch wenn man glaubt, dass die Anfechtungen nie enden und das Vertrauen aufzehren wollen, weitermachen. Treue zu Gott, zu den geistigen Lehrern, dem höheren Selbst, sich selbst und dem gewählten Weg wird dabei helfen.

 

Sich einfügen in die sich stellenden Herausforderungen ist hilfreich, deswegen zu zürnen hingegen nicht!

Wenn sich schwierige Umstände zeigen, ist jeder Widerstand sinnlos. Besser ist, sich gleich einzufügen und zu schauen, welche Aufgabe jeweils damit verbunden ist, ob man etwas tun kann zur Verbesserung der Situation oder ob der göttliche Wille anzeigt, dass eine Tugend, Kraft oder Eigenschaft erworben oder gestärkt werden muss. Oft wird man in schwierige Umstände versetzt, wenn man "von oben" geprüft wird und entschieden werden soll, ob weiterer spiritueller Fortschritt möglich ist.

 

Mut für Entscheidungen haben, wenn welche getroffen werden müssen.

Sicherlich hat man viele Fehler im Leben gemacht und so manche Entscheidung war nicht wirklich gut. Doch auch wenn man daraus gelernt hat, und entsprechend gründlich ist bei seinen zukünftigen Entscheidungen, sollte man trotzdem noch eine geistige Entscheidungsinstanz einbeziehen, um letzte Sicherheit zu bekommen. Manchmal fühlt man sich alleingelassen bei der Entscheidungsfindung, doch wenn man mutig und umsichtig entschieden hat, hat man nichts zu befürchten. Vor allem dann nicht, wenn man die Entscheidung der geistigen Führung und Gott vertrauensvoll hinhält. Geistige Hinweise oder Warnungen werden dann schon zu verhindern wissen, wenn man einen schlimmen Fehler machen würde.
Nur Leichtsinn und Leichtfertigkeit sind wirklich gefährlich..... Und natürlich muss man auch hinhören...

 

Freiwilligkeit muss immer wieder nachgefragt werden, wenn der Druck zu groß geworden ist und die Belastung zu hoch.

Wer als spiritueller Mensch nicht aufpasst, gerät schnell unter Druck, Zwang und Pflicht. An sich ist es auch nicht verkehrt, einen gewissen Verantwortungsdruck zu spüren. Wenn man jedoch unfreiwillig arbeitet und agiert, und das möglicherweise schon über einen längeren Zeitraum hinweg, hat man etwas missverstanden. Möglichst alles sollte freiwillig und gern getan werden, oder man lässt es lieber sein. Denn Fron und Versklavung gehören der Welt an, nicht aber den Wanderern auf dem Wege Gottes! Zwanghafte Vorgehensweisen werden nicht angenommen von oben und finden in der Regel auch keinen Lohn.

 

Die Qualität der eingesetzten Energie bei der Arbeit ist enorm wichtig.

Hektik, Stress, Aufgeregtheit, zittrige Hände vor Nervosität und extreme Eile sind meistens Zeichen, dass die Gegenkraft sich eingemischt hat. In diesem Fall die Arbeit einfach kurz niederlegen, kleine Einstimmung oder Meditation machen und anschließend prüfen, ob man ruhiger geworden ist. Es ist nicht gut, mit dieser Energie zu arbeiten, denn sie macht die Ernte umgehend zunichte durch das mit ihr verbundene "Gift". Die Gegenkraft versucht nicht immer, dass das Falsche getan wird, sondern wird auch gern dabei mitmischen, damit das Richtige falsch getan wird.

 

Wer keinen eigenen Berufungsweg hat, oder ihn bisher nicht kennt, unterstütze am besten so lange diejenigen, die einen haben!

Meistens ist nämlich genau das richtig! Nicht jeder ist in der Lage, in seiner Berufung zu leben und mit ihr zu arbeiten, denn dazu gehört eine lange innere Ausbildung, eine gereifte Persönlichkeit und viel Erfahrung. Doch wenn man dann dort hilft, wo ein solcher Weg bereits gegangen wird und man eine Person kennt, die einen solchen Weg geht, ist die dort eingebrachte Hilfe und Unterstützung ein Garant für eigenes spirituelles Wachsen. Manch einer findet auf diese Weise sogar unerwartet seine eigene Berufung. 

 

Sich nicht zu sehr seinen Gefühlen hingeben, denn sie wirken wie Rauschgift!

Im Laufe meines spirituellen Lebens wurde mir mehrfach aufgezeigt, sowohl durch eigenes Erleben als auch durch die Folgewirkungen, dass jede starke Emotion ein Rauschgift ist. Emotionen verzerren nicht nur die Wahrnehmung und führen zu Übersteigerung und Fehlentscheidungen, sondern haben auch nachweislich körperliche Folgen wie "Kater", Schwächung der Nerven, Energie und Motivation, bis hin Verlangsamung und Verhinderung von Plänen. Daher gilt, schnell die ruhige Mitte aufzusuchen, ins "Auge des Sturms" zu treten und abzuwarten, bis sich alles gelegt hat. Wer sich auf starke Emotionen einlässt, hat schon verloren und wird viel Kraft und Energie benötigen, um sich wieder neu aufzurichten.
(Bitte das reine Fühlen von den Gefühlen trennen. Das Fühlen ist reine Wahrnehmung, die Gefühle sind lediglich eine [Über]Reaktion.)

 

Wenn die Polarität im Fühlen aufgehoben ist, hilft ruhige Zufriedenheit!

Diese Situation ist besonders für diejenigen Menschen schwierig, die mit einer abnehmenden Polarität leben lernen müssen. Gefühle zeigen sich nicht mehr nur in einer Form, sondern bringen die Kehrseite auch gleich mit zum Ausdruck. Konkret bedeutet das, dass man beim fröhlichen Lachen gleichzeitig Kummer spürt und weinen muss, und mehr dieser Art.
Glücklicherweise sind diese Situationen anfangs noch selten. Doch werden sie so lange anhalten, bis man gelernt hat, mit ruhiger Zufriedenheit und Besonnenheit im Gefühlsausdruck zu leben, um solche paradoxen Situationen in Zukunft zu vermeiden.

 

Manuela Schindler © 2012 - 2023