Kampf mit der Gegenkraft

 


Immer, wenn Energie/Kraft eingesetzt wird, erzeugt man automatisch Gegenkraft. Diese erschafft durch ihre Gegensätzlichkeit einen energetischen Ausgleich, damit innerhalb der Schöpfung alles in Balance bleibt.

Ein Beispiel: Schlägt man mit der Hand mit voller Wucht auf das Wasser, wird es wehtun. Das Wasser wird härter, proportional zu der Energie, die aufschlägt. Geht man mit der Hand jedoch vorsichtig und langsam an das Wasser heran und legt sie auf das Wasser, um dann einzutauchen, wird es keinen Widerstand geben. Je kleiner die Einwirkung auf das Wasser ist, desto leichter durchdringt man den Widerstand und kann den Aufbau der Gegenkraft erheblich mindern. Turmspringer und Sportler wenden dieses Gesetz bewusst an und wissen in der Regel damit umzugehen. Auch der spirituelle Mensch kennt den Wert der kleinen Schritte und des beharrlichen Fortschreitens in einem größeren Zeitrahmen.

Dieses Gesetz wirkt immer auf dieser Welt, und zwar nicht nur physisch, sondern auch psychisch und seelisch/geistig, wenn man in dieser Welt aus einem physischen Körper heraus agiert.

Je mehr Energie zur Verwirklichung einer Vision eingesetzt wird, desto heftiger wird die Gegenkraft versuchen, zu bremsen. Kommt man im Leben z.B. hervorragend voran mit der Entwicklung der Pläne, wird die Welt jede Menge Hemmfaktoren durch Ereignisse bereitstellen, die einen aufhalten, blockieren und beschäftigt halten. Diese können die Pläne sabotieren, zumindest aber verzögern, und im schlimmsten Fall sogar massiv blockieren oder ganz verhindern.

Das beginnt bereits auf der mentalen Planungsebene, wenn man etwas ausreifen lässt! Auch emotional wird man unerwartet auf Defizite hingewiesen, die angeblich erst der Heilung bedürfen, bevor man weitergehen kann in der Planung und auf dem spirituellen Weg generell.

Wenn man dieses Prinzip jedoch kennt, erwartet man es nicht anders. Und das ist in meinen Augen bemerkenswert lebensklug. Schon im Vorfeld für die Gegenkraft bereit zu sein bedeutet nicht, dass man gleich von vornherein aufgibt oder mit einer resignativen Haltung an die Umsetzung der Pläne geht. Im Gegenteil bedeutet es, dass man vorsorglich längere Zeiten einplant und gleich von Anfang an gewissenhaft auf die Selbstfürsorge und den Einsatz von Energie achtet.

Schon zu Beginn einer jeweils neuen Aktion Pausenräume und Leerlaufstunden einzuplanen, um der Gegenkraft adäquat begegnen zu können, ist deshalb auch sehr klug! Je mehr Hektik man zulässt, desto schneller kann die Gegenkraft einen "aus der Bahn schleudern". Je überlegter man vorgeht, desto schwächer wird die Gegenkraft und verliert die Macht, sich dauerhaft in den Weg zu stellen. Kleine Verzögerungen sind dann nicht schlimm, denn diese können das Projekt oder die Pläne nicht mehr zu Fall bringen, weil sie von vornherein eingeplant wurden.

Auch Tipps und Hilfemaßnahmen parat zu haben, welche die psychische Stabilität gewährleisten, wenn die Störungen beginnen und das Demoralisieren durch die Gegenkraft einsetzt, ist angebracht.

Ich sehe den Start einer neuen Arbeit immer so, als wenn ich auf einen Berg steigen will. Vorher befasse ich mich mit dem Ziel, um dann zu schauen, was ich benötige, um es auch zu erreichen. Aufgrund meiner langen Erfahrung weiß ich ungefähr, wie stark die Gegenkraft sein wird und stelle mich darauf ein. Der Tag wird entsprechend strukturiert, damit die Gegenkraft ins Leere läuft. Das macht das Ganze zwar nicht angenehmer, besonders dann nicht, wenn die Psyche angegriffen wird, aber man ist/war vorbereitet. Man schafft es vielleicht sogar eines Tages, lächelnd die Gegenkraft zu begrüßen und entspannter mit ihr umzugehen.

Ich gestehe aber, dass es mitunter einfach nicht möglich ist und nur noch Tapferkeit hilft, den Kampf durchzustehen, gepaart mit dem Wissen, dass man "da durch muss". Wenn man das Ziel von Herzen erreichen will, ist der halbe Weg schon gegangen.

Doch: Durch den Kampf der Kräfte wird nur das aufgebaut werden können, was am Ende Substanz und Widerstandskraft hat. Das ist in einer vergänglichen Welt, die beständig alles wieder auflöst, überlebensnotwendig. Je stärker die Gegenkraft, desto mächtiger soll das Endergebnis aussehen und in der Zeit entsprechend überdauern. Zu schwache Energien werden gleich blockiert oder zerstreut und wieder zersetzt, damit der schöpferische Zustrom auf diese Welt nicht dauerhaft blockiert werden kann. Es ist also ein wichtiger schöpferischer Faktor, dass es die Gegenkraft gibt, welcher weit über die Balance dieser Welt hinausführt. Daher ist es gut, sich damit anzufreunden.

Hier eine kleine Übung, die meistens hilft:

  • Augen schließen, tief ein- und wieder ausatmen.
  • Am besten mehrfach, denn durch das Atmen beruhigt sich der Körper.
  • Das hat wiederum Wirkungen auf die Psyche, die sich ebenfalls beruhigt.
  • Sich gedanklich beruhigen mit folgenden Worten:
  • "Du wusstest es. Hier ist nun die Gegenkraft. Du bist in Sicherheit, alles gehört so und ist natürlich."

Emotionale Aufwallungen haben von Natur aus nur eine Dauer von 90 Sekunden. Es sei denn, man verlängert sie durch mentale Einwirkungen. Dieses Wissen hilft sehr. Denken aussetzen und sich auf den Atem konzentrieren.

  • Wieder tief ein- und ausatmen, ruhig sitzen bleiben, bis der Puls sich völlig beruhigt hat.
  • Vielleicht sogar dann kurz den Raum verlassen und spazieren gehen, wenn möglich.
  • Ansonsten eine andere Arbeit machen wie Haushalt oder Aufräumen.
  • Meistens wächst dann schon die Lösung oder eine weitere Vorgehensweise heran.
  • Ansonsten macht man bedächtig und gleichmäßig mit der Arbeit weiter, die man begonnen hat.

Um das Thema gründlicher zu bearbeiten, empfehle ich das Kapitel "Gegenkraft" in meinem Buch 'Kanal-Sein für Gott in uns' zu lesen.


Es gibt noch eine sehr massive Art, mit der Gegenkraft in Kontakt zu kommen:

Das leidige Thema der Symptome, die man auf dem spirituellen Weg bewältigen muss, hat unsere Phoenix-Gruppe viele Jahre (!!) intensiv beschäftigt. Emsig suchten wir nach Lösungen, und daraus ergaben sich dann Hinweise wie die im Taschenbuch ABWEHR – SCHUTZ – HARMONISIERUNG aufgezählten, aber auch die vielen Hilfen und Erläuterungen, die in der Rubrik „Spirituelle Krisen“ zum kostenlosen Herunterladen angeboten wurden. (Jetzt hier zu finden.)

Wir haben über viele Jahre lang selbst heftige Symptome durchstehen müssen (bis teilweise heute noch), und manchmal war überhaupt nicht klar, wieso. Vor allem dann nicht, wenn das Umfeld bereits bereinigt war und alte, offene Situationen abgeschlossen waren, man seine Lebensweise vollkommen verändert und positiv ausgerichtet, und sich sogar ganz auf Gott bezogen hatte. Da wir oft spürten, wie negative Energien von Mitmenschen uns angriffen, lösten wir auch diese Verbindungen. Trotzdem musste noch so manch eine heftige Krise mit teilweise sehr schmerzhaften Symptomen bewältigt werden, was wir dann auf die Arbeit/den Kampf mit dem „Hüter der Schwelle“ zurückführten.

In der Gnostik wurde vor mehreren Jahrhunderten als Grundlage angenommen, dass der spirituelle Weg nicht frei und (ohne ernsthafte Vorbereitungszeit!) für jeden leicht zugänglich ist. Im Gegenteil wurde darauf hingewiesen, dass man unbedingt mit großen Schwierigkeiten rechnen muss, da ein Ring aus Dämonen und bösen Kräften die Erde umlagert, wie Wölfe, die ein Schafgehege umlauern. (Mit meinem heutigen Wissen würde ich dem die unterste und mittlere Astral-Ebene zuordnen.) Diesen Ring der Dämonen muss man laut den Gnostikern durchschreiten, um sämtliche Täuschungen, in denen man gelebt hatte, zu erkennen und aushebeln zu können. Dieser Weg ist gleichzeitig ein Weg der Verführung, der zur Erleuchtung führt und der in eine umfassende Befreiung führen kann, wenn man nur nicht aufgibt und sich durchsetzt. Er führt in immer größere Weisheit und die Bereitschaft, sich Gott ganz hinzugeben und vertrauensvoll die Loslösung anzunehmen, damit man den Heimgang und die Erlösung aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt antreten kann. Die polare Darstellung der Gnostiker von Gut und Böse haben wir tatsächlich als Realität erleben müssen, auch wenn wir wissen, dass darüber das zusammenfassende Ganze = Gott waltet und die Dualität damit aufgehoben ist.

Erst war ich sehr skeptisch, was die Gnostiker da lehrten. Aber ich musste noch sehr viel lernen.
Glücklicherweise ebbt das Thema jetzt ab, aber gelegentlich treten die Symptome wieder auf, und zwar dann, wenn man Fehler macht, gewarnt werden soll oder unbemerkt in alte Verhaltensweisen zurückkehrt. Das ist natürlich sehr hilfreich und mahnt zur Umkehr oder zu ernsthafterem Anwenden des Gelernten und des Unterscheidungsvermögens.

Im Grunde kann man insgesamt durch die Heftigkeit der Symptome und inneren Kämpfe ableiten, wie sehr man verstrickt ist in die Welt, und in altem bösem Karma feststeckt, meistens ausgelöst durch Unwissenheit oder Naivität. Wie oft standen wir wortwörtlich mit offenem Mund da und wussten einfach nicht mehr, was zu tun ist? Wir erkannten jedoch recht schnell, dass wir lernen mussten, unsere Seele gegen die vielen hinderlichen und teilweise heftigen Grenzen durchzusetzen, die sich uns entgegenstellten. Dabei ist auch das Ego nicht unbedingt schuldlos, denn es neigt, je nach Charakter, zu Feigheit, Wehleidigkeit und Schwäche und verkörpert so selbst nicht selten den Hüter der Schwelle.

Die Erkenntnis am Ende dieses Weges ist, dass wir anderen Menschen tatsächlich nicht wirklich dabei helfen können, ihr Thema zu erlösen! Ich kann zwar gute Hinweise geben, die ich mir selbst erarbeitet habe durch eigene Not, aber wirklich beenden kann ich das durch Beratung oder Wegbegleitung nicht! Durch die höheren geistigen Lehrer und die Gnade Gottes können wir erkennen, wie machtlos wir in Wahrheit sind und wie angewiesen wir darauf sind, diese höhere Hilfe auch zu erhalten. Mein geistiger Lehrer ermutigte mich immer wieder zum Kampf und teilte mir mit, dass der Belastung Grenzen gesetzt seien, und mir alles, was über mein Vermögen hinausgehe, abgenommen werde.

Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, das zu hören und gleichzeitig zu erleben, wie extrem die Kämpfe teilweise waren, die ich beobachtete. Lichtexplosionen von schwarzem und weißem oder goldenem Licht waren neben lautem Knallen in den Räumen oder draußen zeitweilig meine ständigen Begleiter. Manchmal war ich in Lebensgefahr, und nicht selten kam ich gerade so davon. Erschreckend! Eine an sich gute Nachricht vor einigen Jahren fand ich auch erschreckend, als man mir innerlich mitteilte, "dass die Satanisten ihre Angriffe endlich eingestellt haben".

Wie bitte??? Was habe ich mit denen zu tun? Was ist das eigentlich für eine Welt, in der wir leben?

Was genau in den schwierigen Jahrzehnten des Kampfes und des Ringens gelernt wurde, möchte ich hier gern auflisten:

1. Es gibt die personifizierte Gegenkraft tatsächlich.
Es sind viele böse Geister unterwegs, um Schaden anzurichten und Menschen zu drangsalieren. Warum erlaubt Gott das? Ich weiß es nicht. Aber es wird sicherlich dienlich sein, und sei es nur deshalb, um den eigenen Charakter zu hinterfragen, zu reinigen und neu auszurichten. Dadurch ist es möglich, in eine größere Reinigung und Transformation einzutreten, die man sonst nie erlangen könnte. Ich habe erlebt, dass diese bösen Geister am Ende manchmal um Vergebung bitten, wenn man aus ihrer Einflusssphäre befreit wird, und sogar darum ersuchen, dass man bei Gott ein gutes Wort für sie einlegt. Einmal ging das so weit, dass ich bei einer Erlösung so eines bösen Geistes, der mich vorher darum gebeten hatte, anwesend war. Da er durch meine Vermittlung abgeholt wurde, konnte ich seinen Schmerz und seine Erleichterung, endlich aus seinem bösen Dasein befreit zu werden, mitfühlen, was mich einige Tage lang sehr mitgenommen hatte. Eine sehr emotionale Situation, die es in sich hatte.
Es gibt aber auch verkörperte Menschen, die durch ihre Lebensausrichtung sehr schädlich sind für spirituell Strebende und Gottesfreunde. Wer dort naiv ist, kennt diese Welt nicht. Schönfärberei und das Verweigern der Akzeptanz des auf dieser Welt gültigen Dualismus helfen hier auf keinen Fall! 
Es mag sein, dass nicht jeder Mensch auf dem spirituellen Weg so heftig mit diesen Kräften aneinandergerät, doch spielt wohl die Intensität des gewählten Weges eine Rolle und ebenso, ob man für die Gegenkraft selbst auch gefährlich sein könnte.
Im Taschenbuch ABWEHR – SCHUTZ – HARMONISIERUNG habe ich meine Erfahrungen und die Erlebnisse zusammengefasst. 

2. Man kann anderen Betroffenen nicht wirklich helfen!
Man kann ihnen zwar erklären, dass die Themen 
Reinigung, Läuterung, Neuausrichtung und Loslösung anstehen, aber mehr als kurzfristige Linderung ist nicht möglich. Die esoterischen Heilpraktiken helfen nur bedingt, wenn es um unsichtbare Lebewesen geht! Diese Wesen können Krankheitssymptome auslösen, die in der Medizin dann als „psychosomatisch“ bezeichnet werden, sie können spuken, Menschen gegen einen aufbringen und Unruhe stiften. Die Lösungen sind individuell, und wenn man die Lebensfelder durchleuchtet, findet man genügend Baustellen. Diese zu bearbeiten, ist allein die Aufgabe desjenigen, der vor dieser Situation steht. Hilfen von außen gibt es in diesen Fällen oft nicht, es sei denn, man hilft bei der Entdeckung der Baustellen. Das ist möglich und mitunter schon sehr hilfreich für die Betroffenen.

3. Es gibt zwei Möglichkeiten, wann Symptome sich verschlimmern:
Entweder man ändert nichts, oder man nähert sich starken positiven Einflüssen, die durch ihre nahrhaften Wirkungen einfach nur verstärken, was ohnehin vorhanden war und nur nie bemerkt wurde. Die Mischvariante ist auch möglich: Man nähert sich beharrlich den 
positiven Einflüssen und ist selbst noch sehr ungeläutert und verstrickt. Der Aspekt der Bewusstwerdung scheint die Symptome oftmals aufzudecken und zu verstärken, die vorher nur in den Wirkungen erkennbar gewesen waren, z.B. durch reale Krankheiten oder Schaden, den man genommen hat. Allein schon durch die Bewusstwerdung geht man in eine höhere Form der Wahrnehmung ein und kann bereits die Ursachen wahrnehmen als Störeinflüsse, BEVOR sie ihre schlimmen Endwirkungen im physischen Bereich entfaltet haben. Dass Ärzte dann überfordert sind, da sie nachweislich (noch) keine Schädigungen feststellen können, kann man so gesehen wirklich gut verstehen. Trotzdem sind die Versuche, einen Schaden herzustellen, erkennbar, weshalb man dann gegenanarbeiten muss durch Lernbereitschaft, Umdenken, Gebet und Tapferkeit.

4. Wir müssen anerkennen, dass der Mensch ein zusammengesetztes Wesen ist!
Gemeinsam mit uns lebt ein Elementarwesen im Körper, das üblicherweise die Rolle des inneren Teufels einnimmt, während das höhere Selbst der Engel ist. Je nach seiner Natur (Element) bringt es die entsprechenden Probleme mit sich. Die menschliche Seele ist der Mittler und muss zwischen den gegenläufigen Impulsen ununterbrochen eine Wahl treffen, was davon umgesetzt werden soll. Entweder geht die menschliche Seele durch ihre Entscheidungen nach "oben" und wird am Ende erlöst, wenn die höheren Impulse umgesetzt werden, oder der Weg führt nach unten zu den Elementarwesen, wenn man niedere Impulse umsetzt. Ich habe im Laufe meiner Arbeit schon Seelen in der Unterwelt gesehen, die gemeinsam mit ihrem "Teufel" dort leben mussten. Das ist nicht sehr schön für diese Seelen und mit einem Leben in der Hölle absolut gleichzusetzen. Das hing im Wesentlichen davon ab, welcher Art das innewohnende Elementarwesen war. Es zieht die menschliche Seele in die Unterwelt, um sie dort gefangen zu halten, bis ein neues Leben sie wieder nach oben ruft. So jedenfalls mein bisheriges Verständnis.

Fazit: Es gehört zum spirituellen Weg, wie die Gnostiker schon immer wussten und wie ich es nun aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema benötigt eine lange Zeit, die man oft nicht aufwenden mag. Die alten Wüstenväter damals wussten es, und viele kirchliche und monastische Würdenträger wissen es auch heute noch, verstecken sich aber aus Angst, in der ach so aufgeklärten Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden.

Ich jedenfalls habe alles getan, was ich konnte, um dieses Wissen und die eigenen Erfahrungen der Mitwelt zugänglich zu machen, aber mehr als das geht nicht. Aber eine Empfehlung kann ich geben! Reflexion ist ein mächtiges Werkzeug, um den zunächst subtilen Machenschaften, die sich am Ende zu heftigen Symptomen und harten Lektionen verwandeln, rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Am besten beginnen mit täglicher Übung, bis man gelernt hat, den ganzen Tag so zu leben, was man heute "achtsam" nennt.

Mein Text Der Hüter der Schwelle (auf dieser Website) bietet noch wichtige Gedanken an, die diesen Text vervollständigen können.

Zum Abschluss möchte ich noch ein Zitat von Johannes vom Kreuz anbringen, welches diese Arbeit abrundet:

Anderen Richtlinien muss der folgen, der sich in seinem Streben nach Vollkommenheit 
von seinem zweiten Feind, dem Teufel, befreien will.
Dazu muss man wissen, dass der Teufel unter seinen vielen Ränken
gegen die Ordensleute es vorzieht,
sie auf der Ebene des Guten und nicht des Bösen zu Fall zu bringen.
Denn er weiß, dass sie sich zum erkennbar Bösen kaum bereitfinden würden!
Und so musst du bei dem, was dir als gut erscheint, immer achtgeben,
besonders wenn kein Gehorsam im Spiel ist.
Zur Sicherheit solltest du den Rat des Vorgesetzten einholen.
Deine erste Richtlinie sei, dass du dich nie außerhalb
deiner üblichen Pflichten zu Dingen bewegen lässt.


Manuela Schindler (C) 2018

Nachtrag:
Um dem inneren Teufel auf die Schliche zu kommen, empfehle ich das außergewöhnliche Buch von Napoleon Hill "Der geheime Weg zu Freiheit und Erfolg - Wie man den Teufel in sich selbst besiegt!"
Es wurde erst 80 Jahre nach der Erstellung veröffentlicht, da dieses Thema in der Vergangenheit zu brisant war. Unglaublich spannend und lehrreich!