Dankbarkeit als verwandelnde Kraft



 

Das Thema »Dankbarkeit« begleitet mich seit vielen Jahren und offenbarte mir im Laufe der Zeit Ebenen der Wirksamkeit, die man nicht so einfach überschauen kann, und Tiefen, die man nie vermutet hat. Um die Dankbarkeit in ihrer komplexen Wirkungsweise wirklich zu verstehen, muss man sich ernsthaft darauf einlassen, und mit ihr bewusst arbeiten, bis man sie als integrierte Grundhaltung ganz selbstverständlich und dauerhaft leben kann.

Dankbarkeit ist eine Tugend, das weiß jeder. Doch WIE wichtig sie ist, wird immer gern unterschätzt. Dankbarkeit produziert eine wunderschöne spirituelle Energie, die sich nicht nur vorteilhaft im Leben auswirkt, sondern auch die eigene Gemütslage fast sofort aufhellt. Je öfter man dankbar ist, desto mehr wird man lichter und leichter. Gerade in Situationen, die zutiefst herausfordernd sind, ist es hilfreich, mit ihr zu arbeiten. 

Und das schreibe ich jetzt nicht einfach so daher, sondern es ist tiefstes Erfahrungswissen, WIE SEHR sich Situationen positiv verwandeln lassen, die vorher unglaublich schwierig und kompliziert einwirkten und hoffnungslos erschienen.

Dankbar zu sein, wenn es einem gut geht, ist wahrhaftig keine Kunst. Natürlich hat sie ebenfalls Qualität und zeugt von einem positiven Geist, doch bewirkt sie keine grundlegende Verwandlung im Leben, sondern ist lediglich eine Reaktion, die wieder abebbt. 

Doch wenn man mit ihr in schwierigen Umständen arbeitet, ändert sich etwas. Dann ist man dankbar für Dinge, die man vorher gar nicht bemerkt hat. Man lernt, zu genießen, was vorher Alltag war und kaum Aufmerksamkeit gefunden hat. Man wird langsamer, bewusster, klarer. Die modernen Achtsamkeitsübungen wirken, mit Dankbarkeit verbunden, viel effektiver. Und so fort.

Da für höhere geistige Einflüsse der eigene Zustand gar nicht licht genug sein kann, ist die Dankbarkeit als Ausgangsbasis für weiteren Fortschritt und Vertiefung des spirituellen Weges unerlässlich. 

Das muss aber oft erst eingeübt werden, denn die Selbstverständlichkeitshaltung des heutigen Menschen ist enorm! Gerade diese Haltung ist es, die maßgeblich am Weltelend beteiligt ist, denn wenn man alles als normal betrachtet, verliert man das Maß. Deshalb geht es der Welt zunehmend schlecht, weil wirklich fast jeder alles haben muss und will, ohne Rücksicht auf sie.

Ganz bewusst am Abend aufschreiben, was einen besonders berührt und dankbar gemacht hat, hilft sehr. Man wird im Laufe der 4 Wochen sehen, dass sich der energetische Pegel erhöht und man die dämpfenden Konflikte und kraftraubenden Situationen viel leichter bewältigen kann.

Manuela Schindler (C) 



Dieses Thema ist hervorragend geeignet, um es im spirituellen Gesprächskreis gemeinsam zu vertiefen und mit meinen eigenen Erfahrungen und denen der Teilnehmenden zu ergänzen.